Folge 7 – Religionstopologie

Heute mit:

avatar Stefan, avatar Dimi, avatar Marcus

Notizen:

Thema der heutigen Folge:
Religionstopologie. Räume, Orte und Stätten. Methoden einer Analyse von religiösen und säkularen Räumen.
Kleines Thema: Tagung der DVRW

Einführende Beispielfragen: Was erfahren wir denn eigentlich über den Raum des Baha‘i-Tempels in Haifa? Wo konstituiert sich ein Forum der europäischen „Salafiyya“? Verorten wir den Papst in Rom? Sind Shinto-Kulte untrennbar mit dem Ursprungsort verbunden? Markiert die Mesusah den Eingang zu einem heiligen Raum? Wo beten die Menschen?

Methodologisch gibt es viele Überschneidungen zur Religionsgeographie und zur Raumphilosophie.
Aus Ermangelung der Zeit haben wir auf die Darstellung der Philosophiegeschichte des Raumes von Aristoteles bis hin zu zeitgenössischen kulturwissenschaftlichen Ansätzen verzichtet (siehe dazu u.a.: Homi Bhabha; Pierre Bourdieu; Heidi Nast/ Steven Pile)

Fünf vorgestellte Methoden (z.T. übernommen von Kim Knott (2005): The Location of Religion. A Spatial Analysis; höre dazu: religiousstudiesproject.com):

  • Körper (Raum manifestiert sich durch den menschlichen Körper, Körper als Ressource des Raumes, Embodiment)
  • Dimensionen des Raumes (physisch, sozial, mental)
  • Beschaffenheit des Raumes (Anordnung, Ausdehnung (zeitl.), Simultaneität, Macht)
  • Aspekte des Raumes (nach Henri Lefebvre (1974): La production de l’espace)
  • Dynamik des Raumes (nicht abstrakt sondern dynamisch, andauernde Reproduktion von materiellen & sozialen Formen, inter-relationale Machtverhältnisse)

Im Abschluss sprechen wir noch kurz über die bevorstehende DVRW-Tagung, zu der Marcus fahren wird.

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